Interview mit Stella Jante

Hi, wilkommen bei unseren letzten Tag der Blogtour.

Ich hab Stella ein wenig unter der Lupe genommen.

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Hallo Stella, wärst du so lieb und würdest dich den lieben Lesern einmal vorstellen?
Gerne!

  1. Welches Buch hast du als erstes selbst gelesen?   Ups, das ist jetzt eine ganz schwierige Frage, weil ich mir selbst das Lesen im Kindergarten beigebracht und sozusagen alles, was mir in die Hände kam, studiert habe. Der Durchbruch war jedoch bei einem Schulbuch meiner Freundin, die schon in die erste Klasse ging. Natürlich war die Lektüre nicht besonders spannend: Haus, Maus, etc.
  1. An welches Buch erinnerst du dich am meisten? Wie hat es dich geprägt?
    Als Kind war ich ein begeisterter Fan von Astrid Lindgren und insbesondere von Pippi Langstrumpf. Auch ich wollte alleine leben – mit einem Pferd und einem Affen, und das stärkste Mädchen der Welt sein.
    Und ich wollte auch Bücher schreiben, wenn ich groß bin.
  2. Wie bist du dazu gekommen Romane zu schreiben?
    Den ersten Roman, den ich 2014 veröffentlicht habe, habe ich in wenigen Monaten im Jahr 2012 geschrieben. „Die Geschichtenerzählerin – Band 1“ ist das Hochzeitsgeschenk an meinen Mann gewesen. Der Fantasy-Liebesroman floss nur so aus mir heraus.
    Er hat mich gedrängt, dieses Buch zu veröffentlichen. Auch meine Freundinnen bestärkten mich darin. Da kam auch wieder die Erinnerung hoch, dass ich schon als kleines Kind Bücher schreiben wollte – nun, nicht, dass ich keine schreibe: Seit Jahren bin ich als Sachbuchautorin tätig.
  3. Wie lange hast du für deinen ersten Roman gebraucht? Von der Idee bis zur Veröffentlichung?
    Im März kam mir die Idee, geschrieben habe ich ihn etwa in drei Monaten. Die Überredung meines Umfeldes, den Roman zu veröffentlichen, dauerte wohl am längsten;-)
    Erst als ich den Weg des Selfpublishing fand, ging es für mich weiter. Schlussendlich habe ich mir die Veröffentlichung zu meinem Geburtstagsgeschenk 2014 gemacht.
  4. Was sagen deine Freunde und Familie dazu, dass Du Bücher schreibst?
    Mein Mann ist mein größter Fan. Ihm lese ich auch jedes Kapitel vor, sobald es geschrieben ist. Meine engsten Freundinnen unterstützen mich, lesen begeistert, wie es mit der Geschichtenerzählerin weitergeht, andere hingegen fragen sich, wieso ich denn auch noch Romane schreiben muss. Ich hätte doch als Sachbuchautorin schon genug zu tun. Doch das sind nicht viele, denn ich benutze ein Pseudonym für meine Romane und teile es nicht jeder und jedem mit, dass ich hinter Stella Jante stehe.
    Durch das Schreiben habe ich aber einen ein wenig aus den Augen verlorenen Jugendfreund wieder gefunden, der auch Fantasy schreibt, und wir sind regelrechte „Schreibfreunde“ geworden.
  5. Wie fühlt es sich an, sein eigenes Werk als Buch in der Hand zu halten?
    Nun, diese Gefühl hatte ich erstmals schon vor Jahren als Sachbuchautorin, aber es ist und bleibt wunderschön! Jedes Mal, bei jedem neuen Werk!
    Als ich die Geschichtenerzählerin veröffentlichte, kam mir vor, meinen Kinderwunsch zu erfüllen, das war etwas Besonderes.
  6. Woher nimmst Du Deine Inspirationen für Deine Handlungen?
    Mein Alltag ist mir Inspiration genug. Die Themen, die mich beschäftigen, landen irgendwie immer im jeweiligen Kapitel, das ich gerade schreibe.
  7. Wie lange schreibst Du an einem Buch?
    Das kommt darauf an, wie viel Zeit ich am Tag dafür habe. Bei meinem ersten Band der Geschichtenerzählerin ergab es sich so, dass ich eine Verschnaufpause hatte. Da konnte ich mich jeden Tag stundenlang hinsetzen und habe 500 Seiten in drei Monaten nieder geschrieben. Jetzt bin ich bei Band 3 und habe morgens eine halbe bis eine Stunde dafür Zeit und komme natürlich langsamer voran.
    Mein Ziel ist es, alle 3-6 Monate etwas zu veröffentlichen, aber dafür muss ich in Zukunft mehr Zeiträume für das Roman-Schreiben schaffen. Als Sachbuchautorin veröffentliche ich ungefähr alle zwei Jahre ein Buch, wird sich aber auch noch steigern.
  8. Planst Du ein Buch von Anfang bis Ende durch? Oder gibt es nur einen roten Faden um den du drum herum interpretierst?
    Der 1. Band der Geschichtenerzählerin hatte keinen roten Faden. Ich schrieb und staunte selbst, wohin es mich führte. Im zweiten und im dritten Band hingegen versuche ich die roten Fäden, die ich im ersten begonnen habe, zu Ende zu spinnen. Jetzt ist es tatsächlich so, dass ich einem groben Raster folge, aber die Details entstehen beim Schreiben und überraschen mich oft selbst. Oft kommt mir vor, dass sich die Geschichte verselbstständigt, die Charaktere ein Eigenleben entwickeln. Es ist wie Magie für mich.
  9. Wie dürfen wir uns Deinen Arbeitsplatz vorstellen? Wo schreibst Du am liebsten?
    Am allerliebsten schreibe ich im Bett, auf alle Fälle jedoch in unserem Schlafzimmer. In der Zwischenzeit hat mir mein Mann einen ganz luxuriösen „Schreibestuhl“ ins Zimmer gestellt, den ich jetzt auch gerne benutze.
    Da wir viel mit unserem VW-Bus herumfahren, ist das Bett darin jetzt auch zu meinem „Schreibplatz“ geworden. Was ich letzthin merke, ist, dass es mich auch sehr in die Natur zieht, wenn auch nur auf die Terrasse. Wenn es so weitergeht, schreibe ich bald überall;-)
  10. Hast du vielleicht ein Foto für uns?
    Nicht von mir selbst, da ich ja mit meinem Pseudonym schreibe und meine richtige Person (noch) nicht offen preisgeben möchte, aber von meiner kleinen Muse auf dem Schreibstuhl mit meiner gemütlichen roten Decke? Sie wurde mir von einer Frau geschenkt, die ebenfalls schreibt, und als sie erfuhr, dass ich angefangen habe, Romane zu schreiben, mir diesen Engel, der auf einem offenen Buch träumt, gab. Der steht jetzt auf dem Fenstersims neben meinem Schreibstuhl und ist zu meiner Muse geworden.
  11. Hast Du irgendwelche Schreibrituale?
    Hm, nicht das, was ich unter Rituale verstehe … Ich habe es gerne ruhig um mich herum. Musik stört mich eher. Wie schon gesagt, habe ich das Bedürfnis, es nach jedem Kapitel meinem Mann vorzulesen. Mehr als Rituale ist mir wahrscheinlich die (ruhige) Umgebung wichtig.
  12. Schreibst Du Deine Geschichten nur am Pc oder auch am Tablet? Benutzt Du noch Notizbücher?
    Ich schreibe nur auf meinem Laptop, der oft überall mit muss. Tablet habe ich (noch) keines. Notizen mache ich mir höchstens auf meinem Handy in einer eigenen Datei, wenn ich gerade unterwegs bin.
  13. Hattest Du schon einmal eine Schreibblockade? Wenn ja wie überwältigst Du sie?
    Ja, früher bei meinen Sachbüchern, aber das hatte eher damit zu tun, dass ich vorher als Journalistin gearbeitet habe und gewöhnt war, auf Druck zu schreiben, um ja den Redaktionsschluss nicht zu verpassen. Da musste ich mich zuerst umgewöhnen.
    Mit den Romanen ist es mir noch nie passiert, aber vielleicht, weil ich das Schreiben schon gewohnt bin.
    Falls es an einem Tag nicht richtig voran geht, klappe ich den PC zu und lasse es ohne große Kopfschmerzen gut sein. „Non sono in vena“ heißt es auf Italienisch und heißt so etwas wie „Ich bin nicht in Stimmung“. Am nächsten Tag ist es dann schon wieder anders, und es geht weiter.
    Außerdem habe ich immer mehrere berufliche Projekte gleichzeitig, und wenn ich an einem Tag nicht da weiter komme, gehe ich zum anderen.
  14. Wie bist du auf die Story überhaupt gekommen?
    Ich habe von klein auf Märchen und Sagen geliebt. Südtirol ist sehr reich an verschiedensten Sagengestalten, und sie haben mich seit je her fasziniert. Im Laufe meines beruflichen Lebens habe ich mich immer wieder mit ihnen beschäftigt und entdeckt, dass sie große Ähnlichkeiten mit den keltischen Mythen haben. Bei der Trilogie der Geschichtenerzählerin konnte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: alte, höchstens lokal bekannte Sagengestalten zum Leben erwecken und Leuten nahebringen, aber auch diese Verbindungen zwischen Südtirol und Irland auf spielerische Weise aufzeigen.
    Die Liebesgeschichte dazu ist beim Schreiben entstanden.
  15. Wie kommst Du auf die Namen deiner Protas?
    Ich surfe im Internet. Die Namen müssen zur Umgebung passen, aus der die Protagonisten kommen. Da kommt es schon vor, dass ich unter den beliebten Vornamen des Landes fündig werde. Mir ist dabei aber immer auch die Bedeutung des Namens wichtig. Die muss passen.
  16. Bist du für die Schilderungen der Schauplätze gereist, oder hast du alles recherchiert?
    Südtirol kenne ich gut und fast alle Schauplätze von dort kenne und liebe ich persönlich. Irland war ich zwar, doch nicht an allen Plätzen, die ich beschreibe. Da möchte ich gerne mal hin oder die wurden mir von Freunden beschrieben.
    London war ich auch noch nie, aber das Großstadtleben ist mir bekannt genug. Außerdem habe ich eine Nichte dort, die mich immer wieder aufklärt.
    Der Rest ist Recherche im Internet.
  17. Wie viele Bände sind noch zu erwarten?
    Die Geschichtenerzählerin hat drei Bände, und ich schreibe gerade den dritten, der hoffentlich Anfang 2016 erscheint.
    Wenn es nach mir ginge, würde ich auch eine Folge über die Kinder der Geschichtenerzählerin schreiben, aber erst in einem zweiten Moment. Es brennen mir noch andere Geschichten unter dem Nagel, die ich unbedingt vorher noch beginnen möchte.
  18. Hast Du schon andere Projekte in Planung?
    Ja, einige, aber die möchte ich noch nicht viel verraten, nur die Genres: Ein Roman ist eine Liebesgeschichte, aber dann noch eine Fantasy-Reihe mit verschiedenen Welten.
  19. Liest Du auch genauso gerne, wie Du selber schreibst? Oder gibt es im Autoren-Alltag keine Zeit zum Lesen?
    Ja, und wie! Ich bin eine Leseratte. Darum feiere ich auch die Erfindung des Ebooks, denn ich hatte in Vergangenheit nie genug Bücher zum Lesen im Urlaub dabei!
  20. Wenn Du selber gerne liest, was ist Dir allgemein bei einem guten Roman wichtig, worauf legst Du wert?
    Ein Roman ist für mich gut, wenn er mich in die Welt der Geschichte hineinzureißen vermag und mich emotional packt. Wobei ich sehr empfindlich bin, sind die Charaktere der Protagonisten und die kohärente Handlung. Wenn da Brüche oder Unglaubwürdiges dabei sind, lege ich das Buch weg.
  21. Welchen Weg möchtest du im Leben noch einschlagen?
    Ich würde gerne eines Tages nur von meinen Büchern leben. Sie machen zur Zeit einen Teil meines Jahresgehaltes aus, aber ich wünsche mir, dass ich damit gut leben kann.
  22. Was war dein Berufswunsch? Hast du dir diesen erfüllt?
    Wie schon erwähnt, als Kind das Bücherschreiben. Aber ich habe im Laufe meines Lebens immer wieder berufliche Ziele gehabt und bislang immer alle erreicht. Eine Freundin von mir sagte einmal, dass ich mich immer wieder neu erfinde. Ich hoffe, dass es so weiter geht.
  23. Wohin möchtest du unbedingt mal reisen?
    Ich reise sehr, beruflich wie privat. Die meisten Reisewünsche habe ich mir schon erfüllt, aber es steht noch Neuseeland aus.
  24. Welcher Ort war der schönste den du je Besucht hast?
    Ess gibt viele Orte auf dieser Welt, die wunderschön sind, aber am meisten gefällt es mir da, wo ich lebe: in Südtirol. Ich habe das Glück, an einem Ort zu leben, den ich für einen der schönsten auf der Welt halte. Das Einzige, was mir hier fehlt, ist manchmal das Meer – da habe ich aber in Sardinien so etwas wie eine zweite Heimat gefunden.
  25. Gibt es etwas, das Du Deinen Lesern und Leserinnen schon immer mal sagen wolltest?
    Vielen Dank, dass ihr euch auf meine Geschichten einlässt! Das ist das größte Geschenk, das eine Autorin haben kann. Und wenn ich dann noch ein Feedback von euch erhalte, dann bin ich so etwas von motiviert, weiter zu schreiben und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen!

 

Ich danke der lieben Stella für das Interview.

  1. Vielen Dank für die tollen, interessanten Fragen! Es hat Spaß gemacht, sie zu beantworten!

 

Zu gewinnen gibt es natürlich auch was:

5x 1 eBook um Wunschformat von Band 1 oder 2

 

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Beantwortet einfach folgende Frage:

 

Welches Buch habt ihr als erstes gelesen?

Blogtourfahrplan:
23.11. – 29.11.

23.11.
Vorstellung der Geschichtenerzähler Reihe – Barbara Häcker

24.11.
Die Charaktere Claudia Tramann

25.11.
Das Pantheon der fantastischen Geschöpfe – Katja Ertelt

26.11.
Keltische Mythologie und Alpinische Mythologie – Nadja Bickhardt

27.11.
Geschichten erzählen – Christiane Lotzkat

28.11.
Interview mit Stella Jante – Christina Kempen

29.11.
Gewinnspielauslosung auf allen Blogs

Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.

Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.

Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.

Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.

Das Gewinnspiel wird von CP – Ideenwelt organisiert.

Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.

Das Gewinnspiel endet am 28.11.2015 um 23:59 Uhr.

5 Kommentare

  • Bel sagt:

    Guten Morgen. 🙂 Shönes, ausführliches Interview.

    Mein erstes Buch war Schwanensee. Es war bebildert, und ich habe mich durch den Text gekämpft, denn ich konnte noch gar nicht richtig lesen — nur ein paar Buchstaben, die meine ältere Schwester mir beigebracht hatte. Ich hatte mich aber am Tag nach meiner Einschulung direkt in der Bücherei angemeldet, und Schwanensee war das erste Buch, das ich ausgeliehen habe. Ich bin immer ein Fan dieser Geschichte geblieben, und ich liebe die Musik dazu. 🙂

  • RÖSCH NICOLE sagt:

    Ich habe zu erst mit die unendliche Geschichte und ES von Stephan King gelesen.
    Von den Buch habe ich nur eine leseprobe bis her gelesen , es war spannend und interessant und ich drück mir die Daumen dürfen den 1 teil. 😊

  • RÖSCH NICOLE sagt:

    Ich habe zu erst die unendliche Geschichte und dann ES von Stephan King gelesen.
    Von dem gezeigten Buch habe ich nur eine leseprobe bis her gelesen , es war spannend und interessant und ich drück mir die Daumen für den 1. teil der zu gewinnen ist. 😊

  • Bettina Hertz sagt:

    Guten Morgen,
    ein tolles Interview, ich beneide Stella um ihren Wohnsitz in Südtirol. Südtirol, bei uns Schenna, ist der einzige Ort, den wir urlaubsmäßig ständig besuchen. Ich war früher immer der Meinung 1x reicht, nächster Ort, Land, Stadt usw. Bis wir nach Schenna aufbrachen. Inzwischen fühlt es sich wie heimkehren an, wenn wir dort wieder eintreffen.
    An meine ersten Bücher kann ich mich garnicht mehr erinnern, alles was die örtliche Bibliothek altersmäßig zu bieten hatte, zuhause war ja immer alles ausgelesen. Meine ersten richtigen Wälzer waren die Karl May Bände.
    Liebe Grüße Bettina

  • Cassie Blatt sagt:

    Oh welches Buch hab ich als erstes gelesen?? Ehrlich gesagt kann ich mich daran nicht mehr erinnern.. also das müsste ein Kinderbuch oder so gewesen sein aber genauer kann ich das wirklich nicht mehr sagen..
    LG
    (cassie.blatt@gmail.com)

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